Planung, Markt und „Wertgesetz“

Planung, Markt und „Wertgesetz“

Autor: Albert F. Reiterer

In Vorbereitung

 

Dieser Text möchte eine Debatte zur Planung als Alternative und politische Notwendig­keit in der Auseinandersetzung mit dem neoliberalen, neoimperialistischen Weltsystem anstoßen. Allein die Kürze des Texts und sein Ehrgeiz, möglichst viele Themen anzusprechen, zeigt: Hier ist nicht daran gedacht, endgültige Stellungen zu formulieren. Wir wollen ein von der liberalen Hegemonie völlig verschüttetes Argument wieder an die Oberfläche ziehen – nicht mehr und nicht weniger.

Den Eliten und ihren Intellektuellen gelang es nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Systems, jede Debatte über Planung in der politischen Öffentlichkeit abzuwürgen. Wir finden uns auf einem Stand wieder, wie er vor einem Jahrhundert gegeben war. In einigen linke Nischen, in der englischsprachigen politisch-ökonomischen Auseinandersetzung findet eine Diskussion auf hohem Niveau statt, wenn sie auch nicht ausgesprochen breit abläuft. Umso dringlicher ist es, im deutschen Sprachraum die Debatte aufzunehmen.

Vor allem die politischen Aspekte sind hervorzuheben. Denn noch immer wird die „Effizienz-Frage“ in den Mittelpunkt gestellt. Diese ist eine herausragend politische Problematik. Der entscheidende Punkt scheint mir allerdings: Wie lässt sich die Notwendigkeit von Planung mit dem Imperativ politischer Selbstbestimmung auf der sozialen und auch der individuellen Ebene vereinbaren? Und: Sind „Markt“ (Selbstregu­lierung) und Planung wirklich so unversöhnlich?

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